Schweden

Da wir heute einen Ruhetag machen wollten, schliefen wir mal länger. Nachdem wir dann ausgeschlafen hatten, gingen wir uns im See abkühlen. Wir versuchten Fische zu fangen, um unser Mittagessen ein wenig aufzustocken, doch ohne Erfolg!

Da wir dann keine Fische hatten bauten wir uns aus unseren drei Kanus einen Trimaran. Nachdem wir dann die drei Boote mit langen Stangen und Seilen miteinander verbunden hatten, mussten wir es natürlich ausprobieren. Wir paddelten auf den See, sprangen und schubsten uns von den Booten.

Nach wenigen Stunden knurrten unsere Mägen, also legten wir wieder an unserer Insel an und kochten uns etwas zu Essen. Den Rest des Tages sangen, lachten, spielten und schwammen wir. Da wir am nächsten Tag wieder in See stechen mussten, um die die Kanus am übernächsten Tag wieder abzugeben, gingen wir früh schlafen um dann viel Energie fürs Paddeln zu haben.

Am nächsten Morgen sind wir dann früh aufgestanden, um zu paddeln, da die Boote am nächsten Tag sehr früh wieder abgeliefert werden mussten. Doch es schüttete und stürmte so sehr, dass wir in der Kohte blieben und keine Lust hatten raus zu gehen und durch den strömenden Regen zu fahren. Also frühstückten wir und machten es uns am Feuer in der Kohte gemütlich. Nun, da es immer noch nicht auf hörte, wir ungeduldig wurden und uns das Feuerholz ausging sammelten wir welches.

Da eine Änderung des Wetters nicht sehr nahe war, vertrieben wir uns den Tag mit Singen, Sachen Trocknen, Lachen, Essen, Geschichtenerzählen, Vorlesen und Feuerholzholen. Nun überlegten wir, was wir machen sollten. Da kamen wir auf die Idee früh schlafen zu gehen, alle Sachen zu packen außer Schlafsack und ein wenig Klamotten um dann um 2 Uhr in der Nacht aufzustehen und los zu paddeln um die Strecke bis 10 Uhr noch zu schaffen.

Trotz der schon unter Wasser stehenden Kohte gingen wir mit dem Gewissen früh auf zu stehen um dann ins „Verderben“ zu paddeln, schlafen. Der Zeiger der Uhr rückte auf 2 Uhr und der Wecker ging an. Alle wachten mit verschlafenen Augen auf und wollten sich grad wieder hinlegen. Doch da viel uns ein, dass wir los müssen, also rissen wir uns am Riemen und standen auf.

Wir packten so schnell wie es ging unsere Sachen und bauten im immernoch anhaltenden Regen unsere Kohte ab. Da die Boote immer noch zusammen gebunden waren und der Trimaran  bis oben hin mit Wasser vollgelaufen war mussten wir ihn mit unseren Kochgeschirren ausschöpfen. Nach zwei Stunden Schöpfen ging es dann mit nur einem Müsliriegel als Frühstück los. Der See lag im dichten Nebel und man konnte gerade so seinen Vordermann im Kanu erkennen. Es war eisigkalt, die Wellen vom Sturm sehr hoch und der Regen peitschte uns entgegen.

Zwischen den Kanus schwappte immer das Wasser herein, sodass wir uns ständig mit einem Kochgeschirr vor dem Untergang retten mussten und die die vorne in den Booten saßen, klatschnass wurden. Gut war aber, dass die Boote jetzt nicht mehr kentern konnten, weil wir ja einen Trimaran gebaut hatten und wir so viel schneller voran kamen, weil wir auch quer zu den Wellen fahren konnten. Um die Müdigkeit zu vertreiben und uns Mut zu machen, grölten wir viele Seemannslieder gegen den Sturm.

 Zum Glück erreichten wir das Ufer in Lenungshammer nach mehreren harten Stunden. Da wir und unsere ganzen Sachen pitschnass geworden waren, trockneten wir alles in einem Keller den wir bereitgestellt bekamen. Immer noch total müde und schlapp vom Paddeln, setzten wir uns in ein Hüttchen des Kanuverleihs und wärmten uns auf.

Während wir da saßen und vor uns hin schlummerten weckte uns eine Stimme die an uns gerichtet war. Es war eine Frau vom Lipper Wandervogel, die uns fragte ob wir vom Mädchenwandervogel Solveigh seien.

Wir stammelten erschrocken und verwundert ein „Ja“. Sie fragte uns, ob sie uns an eine größere Waldhütte fahren könnte, wo wir dann unsere Sachen trocknen können. Wir nahmen ihr Angebot dankend an, bekamen alle noch einen aufwärmenden Kakao und sie fuhr uns dann direkt mit ihrem Wohnmobil zu der Hütte. Dort empfing uns eine herrliche Wiese mit einem Brunnen und darauf ein typisches schwedisches Hüttchen. Wir breiteten uns in der Hütte aus und verbrachten den restlichen Tag und die folgende Nacht dort um dann am Morgen in alter Frische wieder auf zu brechen und um Schweden weiter zu erkunden

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