Sommerfahrt 2006, Gruppen Ravna & Piratenbräute

Bulgarien/Rilagebirge

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Charakteristisch für das Rilagebirge sind die vielen klaren Bergseen. Darüber hinaus zeichnet sich der Bergzug eher durch ambivalente Landschaftsausprägungen aus: Kantigen Kämmen folgen mongolisch anmutende Steppen auf Hochebenen, satte Blütenmeere, Pferdeherden, kreisende Greife... Nach Kletterpartien durch Geröllfelder schlägt man sich durch Krüppelkiefern und anschließend durch menschenhohes Gras.

 

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Obwohl das Gebiet im nordwestlichen Bulgarien zwischen Serbien-Montenegro und Rumänien bereits im Tourismusgewerbe bekannt und begehrt ist, stößt man immer wieder in derartige einsame Urlandschaften vor. Geziert wird die Gegend von orthodoxen Klöstern, wie das Rilakloster, und von kleinen schlichten Örtchen, die meist nur aus wenigen und teils improvisierten Häusern bestehen.

 

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Bis in den Mai hinein tragen die Gipfel des Rilagebirges noch Schnee und Eis und auch wir mussten selbst noch Ende Juli/Anfang August die eine oder andere Eisscholle bezwingen. Die Temperaturen sind sogar im Hochsommer tippelfreundlich, da Hochgebirgsklima herrscht. Wasser gibt es überall im Überfluss!

 

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Wir starteten in Rila und machten uns per pedes auf in Richtung Sedem Ezera, den sieben Seen. Von dort schlängelten wir uns mehrere Tage durch zunächst sanftere Berglandschaften (2.100 bis 2.500 m) zum Rilakloster vor. Die nächste Etappe galt den schrofferen Bergen (2.600 bis 2.900 m) und führte uns auf den Musalla, mit 2.924 m der höchste Gipfel der Balkanhalbinsel. In den Tälern hausten wir in dichten Wäldern und verbrachten flammende Feuernächte in gewohnter Manier.

 

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Besonders angetan haben es uns bei aller Schönheit der Natur jedoch die Menschen! Sie überhäuften uns mit Gastfreundschaft und Freude und brachten uns unerklärliches Vertrauen entgegen. Die freundlichen Kraftwerksarbeiter zum Beispiel übergaben uns gleich den Schlüssel zu einem der Schlafhäuser, das wir für eine Nacht ganz allein bewohnen durften. Auch die musikalischen Begenungen mit mazedonischer Folklore aus den Mündern junger Männer, Tänzen und Raki bis in die Morgenstunden werden unvergessen bleiben.

 

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Am Ende unserer Fahrt stand ein Aufenthalt in Sofia, einer unbeschreiblichen Stadt, der man die vielen historischen Einflüsse und die kommunistische Prägung deutlich ansieht. Ganz besonders erfreuten wir uns der Basare, die wir zwischen engen, kleinen Gassen aufspürten. Auf dieser Fahrt haben wir unsere Liebe zum Balkan entdeckt! 

 

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