"Auf Fahrt"

Im Fokus unseres Wandervogellebens steht die "Fahrt", das heißt das Trampen in ferne Länder, das (Berg-)Wandern, das Unterwegssein mit einfachsten Mitteln. Auf den Fahrten wird traditionell im Freien übernachtet, manchmal auch im Zelt, der sogenannten Kothe, und am offenen Feuer gekocht. Letztlich passt sich die Form der Fahrt jedoch den Bedingungen an. So kommt es vor, dass wir je nach Land und Landschaft nicht nur wandern, sondern uns per Kanu, Ski, Pferd, Motorrad oder Geländewagen fortbewegen.

 

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Im Vordergrund steht dabei das innere Erleben, die Herausforderung des Neuen, der intensive und behutsame Austausch mit anderen Kulturen. Dadurch, dass wir unsere Ausrüstung auf das Nötigste beschränken und immer wieder auf den Kontakt mit der Bevölkerung angewiesen sind, erschließt sich uns eine besondere Art der Begegnung, die sich von der eines Backpackers oder Pauschalurlaubers deutlich unterscheidet. Statt von außen zu betrachten und fremde Lebensarten zu konsumieren, nehmen wir teil an Alltag, Festen und Sitten, werden mitunter ins Familienleben einbezogen.

 

Die Fahrt ist in erster Linie Gemeinschaftserleben und fordert uns dabei auf vielfältige Weise heraus: Rücksichtnahme, Kooperation und Verlässlichkeit sind gefragt - ebenso wie Eigeninitiative und Verantwortung. Gemeinsam gestaltet und lebt die Gruppe ihre Fahrten, besteht sie ihre Abenteuer. Wandervogel ist somit gerade durch die Fahrt auch ein Ort persönlicher Entfaltung und persönlichen Wachstums.