Der Mädchenwandervogel Solveigh

Wie der Name schon sagt, sind wir ein reiner Mädchenbund. Gegründet wurde der Mädchenwandervogel Solveigh zur Jahreswende 1995/96 in Liblar nahe Bonn unter Berufung auf die historische Jugendbewegung. Im Vordergrund unseres Bundeslebens steht die überschaubare Gruppe, die von der Integrität und Eigeninitiative eines jeden Mitgliedes lebt.

 

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Als Jugendbund ist es uns selbstverständlich, dass die Jüngeren den Takt angeben und Form und Stil aus ihrem Fahrten- und Gruppenerleben heraus aktiv gestalten. So gilt uns auch das Prinzip "Jugend führt Jugend". Die Älteren hingegen agieren - sofern dies ihr Zeitfenster zwischen Familie und Beruf erlaubt - unterstützend im Hintergrund und organisieren sich selbst. Als Lebensbund legen wir ebenso Wert darauf, dass die Generationen in Verbindung bleiben und unsere Gemeinschaft Bestand hat bis ins hohe Alter. 

 

Höchste Ausdrucksform sind uns unsere Fahrten, die von Deutschland über Skandinavien, den Balkan und Zentralasien bis nach Afrika reichen. Unsere Hauptmotive sind die Freude an unserer Gemeinschaft und dem "Unterwegs-Sein", die Liebe zur Natur, die Neugier auf andere Kulturen und Lebensweisen und nicht zuletzt die Abenteuerlust. 

 

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Ein weiterer wichtiger Bestandteil unseres Wandervogellebens ist das gemeinsame Musizieren. Das "bündische Liedgut" setzt sich zusammen aus Eigenschöpfungen - dem sogenannten Fahrtenlied -, deutschen Volks- und Mundartliedern, Liedermacherliedern und internationaler Folklore. Das Musizieren ist fester Bestandteil der historischen Jugendbewegung und findet in Form des Gruppen- und Straßensingens und auf Sängerwettstreiten, aber auch in Form des Liederschreibens und Komponierens statt. Klassische Wandervogelinstrumente sind die Gitarre (Zupfgeige) und die Mandoline, mitunter auch der Kontrabass (Bassgeige) und die Geige.

 

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Der Mädchenwandervogel Solveigh ist ein eingetragener und gemeinnütziger Verein. Um uns unsere Unabhängigkeit hinsichtlich der Gestaltung unserer Fahrten und Ideen zu bewahren, verzichten wir jedoch prinzipiell auf öffentliche Zuschüsse.

 

Auch sind wir politisch und konfessionell ungebunden. Aufgeschlossenheit gegenüber Fremdem ist eine Grundvoraussetzung, um sich bei uns heimisch fühlen zu können, denn wir sind der Auffassung, dass Weltanschauung erst durch Weltanschauen entsteht - und ein unvoreingenommener Blick auf andersartige Lebenswelten ist dabei unverzichtbar.