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Ol veigh sol – alle Wege Sonne!

Trägt mir der Südwind weit übers Land
Gedanken zu, ferner Träume Klang,
greift schon die Äste der uralten Eichen,
hebt auch der Wald zu singen an.

Und mit dem Atem des Windes erwacht
das Wogen der Gräser, der Falter Flug,
über den grünenden Kronen der Bäume,
nordwärts streicht der Wildgänse Zug.

Und wieder erwachend rauschen die Wasser
dem Wandrer die Weise, des Frühlings Gang,
der träumend im Schatten der Eiche geborgen,
noch lauschet dem Raunen, dem fernen Gesang.

Doch mit allem Leben erwacht auch die Sehnsucht,
hinaus in die Welt mit dem Winde zu fliehn,
gleich Wandervögeln auf freien Bahnen
die fernen Lande zu durchziehen.

 – H. Pölert –