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Ol veigh sol – alle Wege Sonne!

Der Atem rauchte mir vorm Mund,
es dampfte Nebel aus dem Tal,
die Häher kreischten fern im  Grund,
der Wald stand naß und herbsteskahl.

Der Brombeerstrauch mich häkelnd fing
und zeigte mir der Beeren Pracht,
und in der Tanne Wimper hing
die Träne noch der letzten Nacht.

Ein Silberschleier, glitzernd, weich,
lag schimmernd überm Wiesenland,
und Perlenschnüre waren reich
ins dunkle Fichtengrün gespant.

Der Tag war grau und überwacht,
der Nebel rieselte gelind,
von meinem Büchsenlaufe sacht
ein Tropfen rann im Morgenwind.

 – Börries Freiher von Münchhausen –