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Ol veigh sol – alle Wege Sonne!

Was fragt ihr nur nach Sonnenschein,
Ihr müde graue Massen –
versteht Ihr unser Fahren nicht,
der Ferne lockendes Gesicht,
den Sang in Euren Gassen?

Kennt Ihr den Abschied von zuhaus,
imAuge schon die Ferne –
bevor der Straße graues Band
zur Heimat wird im fremden Land,
wie Wind und Sand und Sterne ?

Kennt Ihr den Blick ins weite Tal,
den Sturmwind in den Haaren –
und ferner Häfen Wellenschlag,
den Strom, der niemals enden mag,
die Wiederkehr vom Fahren ?

Und wüsstet Ihr nur wie es ist,
zu später Abendstunde –
wenn schon die Sonne untergeht,
ein leiser Wind ins Feuer weht,
zu stehen im festen Bunde !

 – H. Pölert –